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Exodus (Schiff) ArtikelDie Exodus war ein Immigrantenschiff, das 1947 eine entscheidende Rolle bei der Vorgeschichte der Staatsgründung Israels spielte.
Buch-Tipp: Englische Passagiere Ein Briefroman wie vor hundert Jahren mit dem Schwung von heute! Zwischen Irland, Schottland, Wales und England befindet sich eine kleine Insel, die so rein gar nichts mit diesen vier Ländern zu tun hat oder zu tun haben will. Dort leben die Manx-Männer, mit ihrer eigenen Sprache und ihren eigenen Interessen, die sich durch die Lage der Insel wie... | |
Viele der europäischen Juden, die den Holocaust überlebt hatten, wünschten sich nach Palästina auszuwandern; dies galt insbesondere für jüdische "Displaced Persons" in Deutschland. Unter den ausreisebestrebten Holocaust-Überlebenden waren auch die Menschen, die später als Passagiere der Exodus bekannt werden sollten. Die Einwanderungins britische "Mandatsgebiet" wird von der Militäradministration abgelehnt, da sie die Situation destabilisieren und dadurch die englische Vormachtstellung in Frage stellen konnte. Gestellte Einwanderer internieren sie darum in Lagern auf Zypern.
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Die "President Garfield" wurde 1928 gebaut und fuhr bis 1940 als Unterhaltungsdampfer an der Ostküste der Vereinigte Staaten Amerika. Dann wurde sie zu einem Truppentransporter umgebaut und nachdem 2. Weltkrieg ausrangiert. Die Haganah kaufte 1946 das Schiff für 60 Tausend US-$ und arrangierte, dass es unter der Flagge Honduras fahren durfte. Der Vorteil des Schiffes war der kleine Tiefgang, der eine Landung außerhalb eines Hafens und so eine unkontrollierte Einreise ermöglichen sollte. Kapitän wurde Ike Aronowicz . Von den Passagieren wurde das Schiff schließlich nachdem 2. Buch Mose "Exodus" benannt.
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Am 10.07 1947 begann die Exodus mit 4.554 Passagiere die Überfahrt in Sète, Frankreich, wo noch 63 Schiffe für die Immigration bereitstanden. Die Fahrt wurde von Anfang an vom britischen Geheimdienst überwacht und am 18.07 vor Tel Aviv wurde die Exodus von der britischen Marine in internationalen Gewässern aufgebracht; in dem heftigen Widerstand starben drei der Passagiere und viele wurden verletzt. Die Rückführung der Immigranten hatte für die britische Administration hohe Priorität, da sie hoffte, damit ein Zeichen zu setzen und die Einwanderung zu stoppen. Die Maßnahme wurde von ihr "Aktion Oase" getauft.
Im Hafen von Haifa wurden die erschöpften Passagiere der Exodus auf drei Gefangenenschiffe verladen und zurück nach Frankreich geschickt. Dort trafen sie am 29.07 ein. Obwohl die Situation an Bord menschenunwürdig war, weigerten sich die meisten aber drei Wochen lang, die Schiffe zu verlassen. Um den Widerstand zu brechen, drohte die britische Verwaltung, die Passagiere nach Deutschland zu bringen. Da auch diese Maßnahme keinen Erfolg zeigte, stachen die Schiffe am 22.08 erneut in See. Da der Druck auf die britische Regierung wuchs und sie die Entscheidung zu einer Deportation nach Deutschland noch einmal diskutieren wollte, machten die Schiffe Ende August einen fünftägigen Zwischenstopp in Gibraltar.
Am 30.08 fuhren sie dann weiter und erreichten am 8.09 den Hamburger Hafen. Dort wurden die Passagiere vor den Augen der internationalen Presse mit Gewalt von Deck gebracht und in die Lager "Pöppendorf " und "Am Stau" bei Lübeck verbracht, wo sie interniert werden sollten. Diese Lager hatten zuvor zur Versorgung von Wehrmachtsangehörigen und Displaced Persons gedient. Zur Internierung der Exodus-Passagiere wurden sie mit Stacheldraht und Wachtürmen zu Gefangenenlagern ausgebaut. Die internationalen Reaktionen auf diesen Umgang mit den Menschen waren verheerend. Selbst der Präsident der Vereinigte Staaten Amerika Harry Truman schaltete sich ein, um die britische Regierung zu dem Umdenken zu bewegen. Auch innerhalb der Lager ging der Widerstand weiter, was die Verwaltung unter anderem mit Kürzung der Lebensmittelrationen bestrafte. Am 6.10 zogen schließlich die Wachen von den Lagern ab und ließen die Exodus-Passagiere frei. Viele von ihnen schlugen sich erneut nach Südfrankreich durch und fuhren von dort aus nach Palästina. Ihr hartnäckiger Widerstand hatte mit dazu beigetragen, die internationale Meinung gegen das britische Mandat zu kippen und so mit zur Gründung des Staates Israel geführt.
Die Geschichte der Exodus und der Widerstand ihrer Passagiere ist 1958 von Leon Uris in dem gleichnamigen Roman verarbeitet worden.
Buch-Tipp: Exodus. (5604 699). Roman. Ein muß für Israelfans Dieses Buch war eine meiner ersten Berührungen mit dem Thema Israel. Es ist eine sehr intensive Beschäftigung mit der Zeit des dritten Reiches und der Gründung des Staates Israel. Mittlerweile habe ich dieses Buch mehr als einmal gelesen. Und stets wieder ist es spannend. Ich kann dieses Buch jeden empfehlen, der sich... |
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